Lehrgänge 2025

Auf dieser Seite findest Du einen Rückblick auf unsere Lehrgangsteilnahmen im Jahr 2025. Die Anzahl der Elemente (Bilder, Texte, Abstände, etc.) auf den einzelnen Unterseiten ist begrenzt. Daher müssen wir die Seiten – je nach Inhalten und Umfang – im Jahresverlauf eventuell in weitere Unterseiten aufsplitten.


04.10.2025  •  JKA-Senior-Cup in Willich · 3. Platz für John Görmann beim Kata-Einzel

Am Samstag, den 04.10.2025 fand in Willich der  JKA-Senior-Cup 2025 statt. In den vergangenen Jahren wurde der für Karateka ab 39 Jahre vorgesehene Wettkampf vom JKA-Karate-Dôjô in Calw ausgerichtet. In diesem Jahr übernahm der Karate-Verband Nordrhein-Westfalen (Karate NW) die Organisation dieses Turniers. Vor Beginn der Vorrunde zum Senior-Cup wurden die nordrheinwestfälischen Landesmeisterschaften ausgerichtet. Austragungsort war die Jakob-Frantzen-Halle in Willich.

 

Gespanntes Warten auf den Turnierbeginn

Zahlreiche kleine und große Karate-Kämpfer traten ab 9 Uhr an, um sich in Kumite und Kata in den einzelnen Starterkategorien zu messen. Die Landesmeister wurden geehrt, bevor am späten Nachmittag die Teilnehmer des Senior-Cup an den Start gehen konnten. Alle hatten sich bereits schon längere Zeit aufgewärmt, weil der Turnierbeginn ursprünglich früher stattfinden sollte.

Vorrunde und Finale nach Punktesystem

Der Wettkampf startete mit den Kata-Vorrunden. Diese wurde nicht nach dem ansonsten üblichen Flaggensystem bewertet, sondern gleich nach Punktesystem. Alle Teilnehmer boten ihre Kata kämpferisch dar und waren nach Abschluss aller Kata-Läufe gespannt, ob sie sich einen Platz im Finale sichern konnten. Nach seiner Kata »Sôchin« in der Vorrunde, schaffte auch unser Trainer John Görmann den Einzug ins Finale und konnte die hierfür ausgewählte Kata »Gojûshiho-Dai« zeigen. Mit der Bewertung erreichte er den 3. Platz in seiner Altersgruppe. Im Anschluss an den Kata-Wettbewerb traten die Kämpfer zu den Kumite-Runden an, um auch in dieser Disziplin die besten Senioren zu ermitteln.

Freude über die Platzierung

Unser Trainerteam John und Colin reiste gemeinsam nach Nordrhein-Westfalen, um bei diesem Wettkampf dabei zu sein. Dieses Mal übernahm Colin die Betreuerrolle und leistete wertvolle Unterstützung, um John die unvermeidbare Anspannung zu nehmen. Gemeinsam freuten sich Vater und Sohn bei der anschließenden Siegerehrung über diesen Turniererfolg. Die Unterkunft war in Düsseldorf gebucht und so konnten die beiden im Sushi-Lokal »eat Tôkyô« in der japanisch geprägten Immermannstraße ein leckeres Essen genießen und mit Kirin-Ichiban-Bier und einem kräftigen »Kanpai & OSS« auf den Erfolg anstoßen! 押忍 OSS! (◠‿◠) 



20.09.2025  •  Lehrgang mit Kata-Weltmeister Julian Chees-Sensei in Oberasbach

Ein weiteres Mal führte unser Weg in das fränkische Altenberg, einen Ortsteil von Oberasbach bei Nürnberg. Am Samstag, den 20.09.2025 fand dort der Herbstlehrgang mit unserem DJKB-Instructor und mehrfachen Kata-Weltmeister Julian Chees-Sensei (6. Dan) statt. Unser gemeinsames Abendessen am Freitagabend im italienischen Restaurant »Kupferpfanne« war der perfekte Auftakt zu diesem Lehrgangswochenende. Bei Pizza, Pasta und anderen Köstlichkeiten der italienischen Küche, haben wir uns auf den Lehrgang am Samstag einstimmt.

130 Teilnehmer beim traditionellen Herbsttreffen

Dôjô-Leiterin Renate Doth-Sensei (5. Dan) und ihr Organisationsteam haben die rund 130 Teilnehmer herzlich empfangen. Die Oberstufe startete mit der Kata »Sôchin«. Der Kata-Weltmeister nahm dabei ein weiteres Mal Bezug auf Abwandlungen, die notwendig sind, wenn wir die Kata nach dem Reglement der JKA (Japan Karate Association) ausführen. Gleich zu Beginn des Aufwärmtrainings liefen wir mit entsprechenden Wendungen zahlreiche Schritte, deren Endstellung immer der Sôchin-Dachi war. Es ist die Schlüsselstellung dieser Kata. Wie bei allen seinen Kata-Einheiten ließ Julian-Sensei zunächst einzelne Sequenzen üben, die wir im Trainingsverlauf zum kompletten Kata-Ablauf verknüpft haben. 

Karate Renchen, Julian Chees-Sensei, Kata-Weltmeister, DJKB-Instructor, Lehrgang Oberasbach

Kumite-Training mit Angriff- und Abwehrtechniken nach ABC-Muster

In der Kumite-Einheit beschäftigten wir uns mit der schon mehrfach geübten Ausführung von Angriff und Abwehr im »Rollenwechsel zwischen Ausführendem und Betreuer«. Wir stellten bei dieser Übung abermals fest, dass das Einprägen der Abläufe und Auseinanderhalten der »Rollen« die schwierigste Aufgabe darstellt. Nach mehrmaligem Üben der einzelnen Abläufe verbanden wir die drei Bewegungsmuster zur kompletten Kombination, die aus den Teilen A, B und C bestand. Mit einer geselligen Anstoßrunde im Trainerraum und zahlreichen OSS- und Kanpai-Rufen auf alle Teilnehmer-Dôjô endete dieser schöne Lehrgang im Hans-Reif-Sportzentrum. 

Lehrgangsfeier mit »Speis‘ und Trank« im NOVINA-Hotel

Am Abend war das NOVINA-Hotel »Südwestpark« in Nürnberg abermals der geeignete Ort für unsere Lehrgangsfeier. Es stand uns hierfür der große Gesellschaftsraum zur Verfügung. Nachdem wir durch das leckere Buffet die beim Lehrgang verbrauchten Energien wieder erfolgreich aufgefüllt hatten, ließen wir den Abend bei Musik und guten Gesprächen gesellig ausklingen. Einen herzlichen Dank an Julian-Sensei, Renate-Sensei und die Mitglieder des Shoshin Altenberg für die Ausrichtung dieses schönen Lehrgangs. Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen in Oberasbach! 押忍 OSS! (◠‿◠)



12.07.2025  •  SV-Lehrgang mit Kata-Weltmeister Julian Chees-Sensei (6. Dan)

Am 12.07.2025 fand in Altenberg – unweit von Nürnberg – ein ganz besonderer Lehrgang statt. Auf Einladung des Karate-Dôjô Shoshin Altenberg unter Leitung von Renate Doth-Sensei (5. Dan) gab es in der ersten Trainingseinheit eine Einführung in die »Schwertkampfkunst der Samurai« durch unseren Renchener Karate-Trainer John Görmann. John ist Gründer und Trainingsleiter des IAIDOKAI Offenburg. Der IAIDOKAI widmet seine Aktivitäten der japanischen Kampfkunst »Iaidô«. Im Iaidô erlernt man den Umgang mit dem Samurai-Schwert. Die rund 50 Teilnehmer des Lehrgangs hatten sich im Vorfeld Holzschwerter (jap. Bokutô) besorgt und lernten zunächst die Handhabung dieser Schwerter kennen. Anschließend erklärte John die ersten Bewegungsabläufe bei der Ausführung einer Iaidô-Kata. Gemeinsam wurde eine Einsteiger-Kata erarbeitet und mehrmals durchlaufen.

 

Selbstverteidigung mit einfachen Mitteln

Die zweite Trainingseinheit übernahm Kata-Weltmeister Julian Chees-Sensei (6. Dan). Julian-Sensei widmete sein Trainingsprogramm der Selbstverteidigung. Wir fanden partnerweise zusammen und übten uns in den wechselnden Rollen als »Ausführende« und »Betreuer«. Dieses Konzept verwendet Julian-Sensei auch stets in seinen Karate-Kumite-Einheiten. Das Einüben von Ausweichbewegungen war das erste Trainingsziel. Einem Streit oder einer Auseinandersetzung buchstäblich »aus dem Weg zu gehen«, ist zunächst das einfachste Mittel der Selbstverteidigung. Wie man mit recht einfachen Alltagsgegenständen einem Angreifer entgegentreten kann, demonstrierte Julian-Sensei mit einer zusammengerollten Zeitung, die die Teilnehmer für diesen Übungszweck mitgebracht hatten. Die Teilnehmer lernten auch den Einsatz einer Kreditkarte, die durch ihre »schneidende Eigenschaft« durchaus auch zu Selbstverteidigungszwecken eingesetzt werden kann. 

Spende zu Gunsten unseres JAPAN-Hilfsprojekts »Von Herz zu Herz«

Das Shoshin-Dôjô aus Altenberg hatte abermals bestens für die Verpflegung der Lehrgangsteilnehmer gesorgt. Mit einer Sektrunde für alle Teilnehmer stießen wir im Anschluss an das Training auf den erfolgreichen Lehrgang an und läuteten damit das gesellige Beisammensein ein. Am Abend trafen wir uns im NOVINA-Hotel »Südwestpark« zum gemeinsamen Abendessen am leckeren kalt-warmen Buffet. Im weiteren Verlauf unserer Feierlichkeiten durften wir von Julian-Sensei eine Spende über 230 EUR zu Gunsten unseres JAPAN-Hilfsprojekts »Von Herz zu Herz« entgegennehmen. Das Geld stammte aus den Einnahmen der Bewirtung der Lehrgangsteilnehmer. Unser herzlicher Dank geht an Julian-Sensei, Dôjô-Leiterin Renate Doth-Sensei und das Shoshin-Dôjô Altenberg e. V. für diese tolle Spende! (◠‿◠)

Geselliger Ausklang mit Überraschung!

Eine große Überraschung hatten Peter »Bebbo« Hurter und Wolfgang Driemel vom Karate-Dôjô »Taku-Ku-Kan« aus Wangen für Julian-Sensei und John mitgebracht. Als Dankeschön für den Lehrgang überreichten sie den beiden zwei mächtig große 3-Liter-Bierflaschen mit köstlichem »Meckatzer-Weiss-Gold«. Es war ein sehr schöner und in Anbetracht des Programms auch recht außergewöhnlicher Lehrgang in Oberasbach. Einen lieben Dank an Julian-Sensei und Renate-Sensei für die Einladung zur Vorstellung der japanischen Schwertkampfkunst »Iaidô« im Rahmen dieser Zusammenkunft. 押忍 OSS! (◠‿◠) 



05.07.2025  •  Lehrgang mit Nationalcoach Thomas Schulze-Sensei in München

Am 05.07.2025 fand der traditionelle Sommerlehrgang mit unserem DJKB-Nationalcoach Thomas Schulze-Sensei in München statt. Rund 100 Karate-Kämpfer trafen sich in der bayerischen Landeshauptstadt, um bei hochsommerlichen Temperaturen gemeinsam unter der Anleitung von Thomas-Sensei zu trainieren. Ausrichter des Lehrgangs war die Karate-Abteilung des SV 1880 München, die von der Europameisterin und mehrfachen Deutschen Meisterin im Kumite Michaela Rein (3. Dan) geleitet wird.

Karate Renchen, Nationalcoach Thomas Schulze-Sensei, Karate SV 1880 München

Kata-Training nach JKA-Standard

Die erste Trainingseinheit der Oberstufe widmete Thomas-Sensei mehreren Fortgeschrittenen-Kata. Wir starteten mit grundlegenden Übungen zu den Wendungen, die in allen Kata eine zentrale Rolle spielen. Korrektes Eindrehen in die jeweilige Laufrichtung sowie das »Pushen« des Körpers nach vorne, waren die Schwerpunkte. Nach dieser Vorbereitung durchliefen wir die Kata Bassai-Dai, Kanku-Dai, Jion, Empi, Nijûshiho, Tekki Shodan und Tekki Nidan. Thomas-Sensei erklärte uns ein weiteres Mal ausführlich, welche Punkte und Änderungen wir beachten müssen, wenn wir diese Kata nach JKA-Standard laufen.

 

»Sen no sen« … Die Kunst des Vorausahnens

In der zweiten Trainingseinheit beschäftigten wir uns mit dem Kumite. Hierbei galt es zunächst mit dem Trainingspartner Angriff, Zurückweichen, Abwehr und Konter zu üben. Anschließend widmeten die jeweiligen Verteidiger ihre Aufmerksamkeit dem sogenannten 出合deai. Bei dieser Übung wird mit der Abwehr gleichzeitig ein Gegenangriff ausgeführt, bevor der Angreifer seine Technik beenden kann. Im Fortgeschrittenen-Karate bezeichnet man die Strategie des »Gegenangriffs im Moment des Angriffs« als 先の先sen no sen. Etwas frei übersetzt könnte man diese Kumite-Element als »Die Kunst des Vorausahnens« bezeichnen.

 

Spende zu Gunsten unseres JAPAN-Hilfsprojekts »Von Herz zu Herz«

Bereits bei unserer Ankunft in der Halle waren wir überrascht, als wir ein Schild über dem Verpflegungsstand entdeckt hatten! Auf diesem Schild stand »Vielen Dank für Eure Spende! Unterstützt mit eurer Spende das Japan Hilfsprojekt „Von Herz zu Herz“, das Kinderheime in Fukushima und Ishinomaki unterstützt«. Michaelas Karate-Abteilung hatte spontan beschlossen, dass alle Einnahmen aus der Verpflegung der Lehrgangsteilnehmer als Spende an unsere Hilfsaktion gehen sollen. Was für eine wunderbare Geste! Nach Lehrgangsende durften wir von Kassenwart Lars Grosche den Inhalt des Spenden-Sparschweins in Höhe von 120 EUR entgegennehmen! Wir bedanken uns ganz herzlich bei Dôjô-Leiterin Michaela und allen Dôjô-Mitglieder der »80er« – so nennen sich die Vereinsmitglieder des SV 1880 München – für diese großartige Spendenaktion und bei allen Spendern! (◠‿◠)

Toller Ausklang beim »Sommerfest der 80er«

Auch in diesem Jahr veranstaltete der Münchener Sportverein – parallel zum Lehrgang der Karate-Abteilung – sein Sommerfest. Wir hatten hervorragendes Sommerabendwetter und angenehme Temperaturen. Neben ausreichend Speis‘ und Trank für jeden Geschmack hatten die 80er auch eine super Live-Band engagiert. Die »Cagey-Strings« nennen sich selbst die Party-Rock’n’Roller und brachten mit ihrer Musik eine ganz tolle Stimmung in den Open-Air-Ausklang dieses gelungenen Lehrgangstages!

 

Ein großes Klassentreffen

Es war ein toller Lehrgang und ein herzliches Wiedersehen mit Thomas-Sensei, Michaela, unseren Karate-Freunden aus München und auch den Mitgliedern der beiden Shoshin-Dôjô aus Nürnberg und Würzburg, die in München ebenso dabei waren. Auch dieser Lehrgang wirkte abermals wie ein großes Klassentreffen! Der einzige Unterschied ist, dass wir unsere langjährigen Karate-Wegbegleiter wesentlich öfter sehen, als unsere Schulkameraden aus früheren Jahren! 押忍 OSS! (◠‿◠)



29.05.2025  •  Kata-Spezial 2025 in Magdeburg – 1200 Teilnehmer im JKA-Trainingslager!

Über das verlängerte Christi-Himmelfahrt-Feiertagswochenende war es wieder soweit! Vom 29.05. bis 01.06.2025 fand das diesjährige »Kata-Spezial« in Magdeburg statt. Das Ausrichter-Dôjô war der Budô-Karate-Club (BKC) unter der Leitung unseres DJKB-Jugendwarts Tobias Prüfert-Sensei (5. Dan). 1200 Karateka aus Deutschland und dem Ausland waren in die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt angereist, um unter der Anleitung hochkarätiger Trainer ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in der Karate-Disziplin »Kata« weiter auszubauen und zu vertiefen. Dieses viertägige, internationale Karate-Trainingscamp ist nicht nur einmalig in Deutschland. Es ist weltweit das größte JKA-Trainingslager!

 

Hochgraduiertes Trainerteam

Zum Trainerstab in Magdeburg gehörten der JKA-Vize-Chiefinstructor Yasunori Ogura-Sensei (8. Dan) aus Japan, der JKA-Instructor Jean-Pierre Fischer-Sensei (7. Dan) aus Frankreich, DJKB-Nationalcoach Thomas Schulze-Sensei (7. Dan) und unsere DJKB-Instructoren Julian Chees-Sensei (6. Dan) sowie Toribio Osterkamp-Sensei (6. Dan). Sehr zu unserer Freude war auch unser DJKB-Chiefinstructor Hideo Ochi-Sensei (9. Dan) beim »Kata-Spezial« dabei. Ochi-Sensei gab zwar kein Training, aber er war in der Halle präsent und beobachtete auch von der Tribüne aus das Geschehen. Zudem signierte er wieder zahlreiche Ausweise und Gürtel. Darüber hinaus stand er für viele Erinnerungsfotos geduldig zur Verfügung.

 

Unsere Sensei wurden regelrecht umlagert!

Wir sind in unserem DJKB eine große Karate-Familie und diese Zusammenkünfte mit vielen langjährigen Karate-Freunden und Wegbegleitern fühlen sich an wie eine riesige Familienfeier oder ein Klassentreffen. Es gab auch ein herzliches Wiedersehen mit unseren Sensei. Die obligatorischen Erinnerungsbilder durften natürlich nicht fehlen. Nach Trainingsende wurden unsere Trainer regelrecht »umlagert«. Für das Bildermachen bildeten sich große Schlangen. Wahrscheinlich werden nirgendwo anders von so vielen Menschen gleichzeitig so viele Fotos gemacht. Die Schnappschüsse sind viel zu schade, um sie in der digitalen Versenkung verschwinden zu lassen. Daher haben wir mit unseren Aufnahmen beim Kata-Spezial eine Collage erstellt.

Karate Renchen, Kata-Spezial 2025, Magdeburg, Yasunori Ogura-Sensei

Vize-Chiefinstructor der JKA aus Japan zu Gast

Der Gasttrainer aus Japan war in diesem Jahr Yasunori Ogura-Sensei (8. Dan), der zum ersten Mal in Deutschland unterrichtete. Shihan Ogura ist 67 Jahre alt und der Vize-Chiefinstructor der JKA (Japan Karate Association). In dieser Funktion ist er der zweithöchste Trainer unseres japanischen Dachverbandes. Sein Training war sehr interessant und es war beeindruckend, wie viel »Power« in diesem Alter noch in einem Karate-Kämpfer steckt. Eine ganz neue Erfahrung beim Training der Oberstufe ab 4. Dan war die einarmige Ausführung der Kata »Jion«. Wir sollten nur die rechte Hand benutzen, während die linke Faust im »Hikite« an der Hüfte verweilte. Beim zweiten und dritten Durchlauf konnten wir mit dieser Herausforderung schon wesentlich besser umgehen. Es mag seltsam klingen, aber wir konnten beim abschließenden Kata-Lauf mit beiden Armen eine deutliche Veränderung feststellen. Es fühlte sich an, als hätten wir durch das einarmige Üben wesentlich mehr »Kime« bei der Ausführung der einzelnen Techniken hinzugewonnen. (◠‿◠)

 

Rückblick und unser herzlicher Dank!

Das »Kata-Spezial« in Magdeburg war großartig und es war uns eine große Freude als Teil unserer Karate-Gemeinschaft dabei zu sein! Der Fokus der Trainingsaktivitäten lag bei allen Sensei ein weiteres Mal auf der Vermittlung der Kata-Ausführung nach JKA-Standard. Es ist eine spannende und nach vielen Jahren auch für uns »neue Welt«, in die wir in diesem Jahr nach dem Dôjôleiter-Tag in Bonn und dem Instructor-Lehrgang in Troisdorf nun schon zum wiederholten Mal eingetaucht sind. Unser herzlicher Dank geht an unsere Sensei für ihr tolles und lehrreiches Training! Bedanken möchten wir uns auch bei Tobias Prüfert, seiner Frau Silvana und allen Helfern des BKC Magdeburg für die aufwendige Organisation dieser DJKB-Großveranstaltung. Wir werden auch beim nächsten Kata-Spezial wieder dabei sein! 押忍 OSS! (◠‿◠)


24.05.2025  •  Lehrgang mit Nationalcoach Thomas Schulze-Sensei in Donaueschingen

Am Samstag, den 24.05.2025 fuhren wir wieder mit der »Schwarzwaldbahn« nach Donaueschingen. Die Fahrt dorthin durch das malerische Kinzigtal ist für alle Mitfahrenden immer eine große Freude. Nach unserer traditionellen Einkehr zum Frühstück im Café Reiter machten wir uns auf den Weg zur Baar-Sporthalle. Rund 150 Karateka waren angereist, um unter der Anleitung von unserem Nationalcoach Thomas Schulze-Sensei (7. Dan) zu trainieren. Ochi-Sensei konnte leider nicht dabei sein, aber Thomas-Sensei richtete allen Lehrgangsteilnehmern schöne Grüße von unserem DJKB-Chiefinstructor aus. Julian Chees-Sensei (6. Dan) kam ebenso mit einer Abordnung seiner beiden Dôjô aus Würzburg und Altenberg in den Schwarzwald und stand neben uns in den Trainingsreihen. Es war ein herzliches Wiedersehen mit den beiden Sensei und mit unseren langjährigen Karate-Freunden. (◠‿◠)

Karate Renchen, Nationalcoach Thomas Schulze-Sensei, Lehrgang Donaueschingen

Wir können die »Qualität« unserer Techniken stets verbessern!

Auch bei diesem Lehrgang haben wir an allen Trainingseinheiten teilgenommen. Sowohl in der Unterstufe als auch in der Oberstufe erläuterte Thomas-Sensei wie wir die »Qualität« unserer Techniken verbessern können. Bei den Wendungen, die insbesondere auch in jeder Kata zum Einsatz kommen, standen die Eindrehbewegungen und das anschließende »Pushen« im Vordergrund. In der Unterstufe übten wir die Heian-Kata und in der Oberstufe standen Bassai-Dai, Jion und Enpi in der Fassung nach JKA-Standard auf dem Trainingsprogramm. Ein weiteres Mal erklärte Thomas-Sensei den angestrebten Veränderungsprozess des DJKB, unsere bisherigen Kata-Ausführungen gemäß der Lehre von Ochi-Sensei auf die international gültigen Normen der JKA umzustellen. Diese Notwendigkeit ergibt sich vor allem im Hinblick auf das Training bei japanischen Instructoren sowie Prüfungen und die Teilnahme an internationalen Wettkämpfen.

 

»Respektvoll verlieren und respektvoll gewinnen!«

Im gemeinsamen Training der dritten Trainingseinheit gab uns Thomas-Sensei tiefe Einblicke in die Bedeutung des Budô-Karate, wie es uns Shihan Ochi seit vielen Jahren lehrt. Es ist wichtig auch nach einem Treffer beim Kumite (Partnerkampf) sich nicht einfach abzuwenden und den Fokus zu verlieren. Wir müssen weiterhin unser »Zanshin« (Wachsamkeit) aufrechterhalten. Als absolut unsportlich gilt das Triumphieren über einen gemachten Punkt im Zweikampf! »Respektvoll verlieren und respektvoll gewinnen!« … mit diesen Worten schilderte Thomas-Sensei aus seinen Wettkampferfahrungen als früher aktiver Karate-Kämpfer und heutiger Coach, was unser DJKB-Karate von anderen Kampfsportarten unterscheidet. Seine Worte waren ein großartiges Plädoyer für die traditionellen Werte unserer Kampfkunst, was alle Teilnehmer mit zahlreichen OSS-Rufen bestätigend anerkannten. Wir wertschätzen diese Werte schon seit vielen Jahren und dürfen behaupten, dass wir sie in unserem Mukinshôri-Dôjô »lehren und leben«. Thomas-Sensei sprach uns regelrecht aus der Seele! (◠‿◠)

Karate Renchen, Nationalcoach Thomas Schulze-Sensei, Lehrgang Donaueschingen

Schönes Präsent zum 30-jährigen Dôjô-Jubiläum

Anlässlich des 30-jährigen Dôjô-Jubiläums hatten wir ein ganz besonderes Geschenk für unsere Karate-Freunde in Donaueschingen vorbereitet. Es war die handgemalte Kalligraphie des Dôjô-Namens JKA-Karate-Verein »Traditionell« Donaueschingen. Sie wurde von der japanischen Kalligraphiekünstlerin Rina Khatami-Sasaoka angefertigt. Bei der Aufnahme des großen Gruppenbildes mit allen Lehrgangsteilnehmern haben wir unser Jubiläumspräsent an Cheftrainer Helmut Hein-Sensei (6. Dan) und Vereinsvorstand Richard Franke übergeben und ein schönes Erinnerungsfoto aufgenommen, auf dem auch Thomas-Sensei und Julian-Sensei dabei waren. Es war ein toller Lehrgangstag und wir freuen uns schon sehr auf eine weitere Zusammenkunft in Donaueschingen. 押忍 OSS! (◠‿◠)



05.04.2025  •  Instructor-Lehrgang in Troisdorf und Rückblick auf die DM

Um eine DJKB-Prüferlizenz zu erhalten, müssen in unserem Verband verschiedene Kriterien erfüllt werden. Der DJKB richtet hierfür unter anderem sogenannte Instructor-Lehrgänge für alle Ausbilder aus, deren Besuch zur Erlangung und zum Erhalt einer DJKB-Prüferlizenz notwendig ist. Die Instructor-Lehrgänge werden als zweitägige Veranstaltung abgehalten. Der erste Instructor-Lehrgang in diesem Jahr fand am 05./06.04.2025 in Troisdorf – rund 20 Kilometer südöstlich von Köln – statt. In der Rundsporthalle trafen sich 60 Dôjô-Leiter und Trainer zum gemeinsamen Training mit unserem DJKB-Nationalcoach Thomas Schulze-Sensei (7. Dan).

»Pushen« und nicht nur die Richtung wechseln
Wie schon beim Dôjôleiter-Tag in Bonn stand auch dieses Mal die Kombination »Kizami-Zuki/Gyaku-Zuki« mit schnellen Schrittwechseln im Mittelpunkt des Trainings. Thomas-Sensei gab vier Richtungen vor (Shomen, 45 Grad, Drehung um 90 Grad und Rückseite). Wichtig war hierbei die korrekte Hüftrotation. Thomas-Sensei betonte, dass das »Pushen« dabei die wichtigste Rolle spielt. Es folgte die Abwandlung dieser Übung mit den einschlägigen Abwehrtechniken (Age-Uke, Soto-Uke, Uchi-Uke), die mit Gyaku-Zuki abgeschlossen wurden. Beide Kombinationen wurden anschließend intensiv in Vierer-Teams mit Partnern geübt.

Zukünftige Kata-Ausführung nach JKA-Standard
Bereits in unserem Plenum mit dem DJKB-Präsidium beim Dôjôleiter-Tag am 22.03.2025 in Bonn wurde bekanntgegeben, dass wir uns bei der Kata-Ausführung zukünftig an den Standards der JKA (Japan Karate Association) orientieren wollen. Beim Instructor-Lehrgang in Troisdorf bekamen wir nun von Thomas-Sensei die ersten Informationen worin die Unterschiede zu unseren DJKB-Ausführungen bestehen. Insgesamt 11 Kata (Heian 1 - 5, Tekki Shodan, Bassai-Dai, Kanku-Dai, Jion, Enpi & Hangetsu) haben wir in der JKA-Version durchgesprochen und mit den notwendigen Modifikationen geübt.

Umstellung erfolgt als schrittweiser Prozess
Wir hätten nicht erwartet, dass es tatsächlich so viele Unterschiede zwischen unserer Ausführung nach den bisherigen Anweisungen unseres DJKB-Chiefinstructors Hideo Ochi-Sensei (9. Dan) und den Standards der JKA gibt. Einiges davon war uns schon bekannt. Doch es sind wirklich zahlreiche Kleinigkeiten, deren Verinnerlichung sicherlich eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen wird. Wie bereits unser DJKB-Präsident Markus Rues-Sensei (6. Dan) in Bonn erklärt hat, soll es keine Umstellung im Hauruck-Verfahren werden. Es ist ein Anpassungsprozess, der nun schrittweise beginnt.

DJKB-Chiefinstructor Ochi-Shihan befürwortet die Anpassung
Wir zählen uns seit Beginn unseres Karate-Weges und unserer Mitgliedschaft im DJKB zu den getreuen Schülern von Ochi-Sensei. Für uns persönlich und im Training in unserem Mukinshôri-Dôjô waren uns seine Vorgaben und die von ihm bevorzugten technischen Ausführungen der Kata unserer Stilrichtung »Shôtôkan« über viele Jahre hinweg Vorbild und Leitlinie. Um der internationalen Ausrichtung und Weiterentwicklung eine neue und breite Basis zu verschaffen, befürwortet nun auch unser DJKB-Cheftrainer Ochi-Sensei das Erlernen und die Verbreitung der JKA-Standards hier bei uns in Deutschland. Dieser Auffassung schließt sich das DJKB-Präsidium ebenso an. Daher werden wir uns zukünftig auch den neuen Kata-Ausführungsrichtlinien gemäß der JKA widmen und sie zusätzlich zu den bisherigen Lehrmethoden von Ochi-Shihan üben.

Deutsche Meisterschaft des DJKB
Parallel zum Instructor-Lehrgang wurde in diesem Jahr auch die Deutsche Meisterschaft des DJKB in Troisdorf ausgetragen. Über einen Zeitraum von 13 Stunden (!) traten auf 6 Kampfflächen über 471 Karateka an, um in verschiedenen Altersgruppen in den Disziplinen Kata und Kumite die Deutschen Meister zu ermitteln. Die Finalkämpfe dauerten bis kurz vor 21 Uhr. Nach dem Instructor-Lehrgang hatten wir ab dem späten Nachmittag noch ausreichend Zeit die spannenden Wettkämpfe der Nationalkaderathleten und zahlreicher anderer toller Karate-Kämpfer »live« mitzuverfolgen.

Kata in Perfektion & spannende Kumite-Kämpfe

Eine beeindruckende Kata-Performance bot die im Oktober 2024 bei der WM in Japan erfolgreiche Vize-Weltmeisterin Melissa Rathmann vom Karate-Dôjô »Ochi Bonn«, die abermals Deutsche Meisterin wurde. Bei den Männern überzeugte Riku Matsuda, der den Deutschen Meistertitel ebenso in der Disziplin Kata mit nach Hause in sein Dôjô »Ken Zen Ichi« in Frankfurt nehmen konnte. Den Titel der Deutschen Meisterin U21 errang Ina Häcker vom JKA-Karate-Dôjô Wildberg. Auch in der Disziplin Kumite gab es spannende Wettkämpfe und strahlende Sieger. Deutsche Kumite-Meisterin wurde Emily Bevier vom Karate-Dôjô »Ken Zen Ichi« (Frankfurt). Bei den Männern sicherte sich Pascal Mast vom Karate-Dôjô »Makoto« in Baden-Baden den Titel des Deutschen Meisters. Wir gratulieren nicht nur den Erstplatzierten, sondern allen erfolgreichen Athleten dieser DJKB-Meisterschaft mit einem kräftigen 押忍 OSS! (◠‿◠).



29.03.2025  •  Lehrgang mit Julian Chees-Sensei (6. Dan) in Donaueschingen

Der jährliche Lehrgang mit Julian Chees-Sensei in Donaueschingen gehört zu den festen Terminen in unserem Lehrgangskalender. Am Samstag, den 29.03.2025 war es wieder soweit! Die »Schwarzwaldbahn« brachte uns von Renchen ohne Umstieg direkt nach Donaueschingen. Unsere Einkehr zum Frühstück im Café Reiter hat seit vielen Jahren »Tradition«. Bei Kaffee, heißer Schokolade und weiteren Frühstücksleckereien haben wir uns gestärkt, bevor wir uns auf den Fußmarsch zur Erich-Kästner-Halle machten. Cheftrainer Helmut Hein-Sensei (6. Dan) und seine Dôjô-Mitglieder vom Karate-Dôjô »JKA-Traditionell« bereiteten uns wie immer einen herzlichen Empfang. Wir haben noch nie einen so gut besuchten Lehrgang in Donaueschingen erlebt! In der Unterstufe zählten wir rund 120 Teilnehmer und in der Oberstufe waren es in etwa nochmals genauso viele Karateka. Auf dem Trainingsprogramm standen für die Unterstufe die Heian-Kata.

Karate Renchen, Julian Chees-Sensei, Kata-Weltmeister, DJKB-Instructor, Lehrgang Donaueschingen

Im Oberstufentraining beschäftigten wir uns intensiv mit dem Bunkai der Kata 二十四歩nijûshiho. Es ist die Kata der 24 Schritte. Der Begriff bunkai … wird aus dem Japanischen mit »Zerlegung« (Auseinandernehmen) übersetzt. Beim Bunkai üben wir die einzelnen Kata-Sequenzen in der Anwendung mit unserem Trainingspartner. Julian-Sensei versteht es immer wieder hochkomplexe Bewegungsabläufe daraus zu machen, die uns im »Nachmachen des Gezeigten« bisweilen an unsere Grenzen stoßen lassen. Seine Interpretationen sind unglaublich variantenreich. Im Vordergrund steht stets auch das »Modifizieren«. Diese Vorgehensweise erfordert das Anpassen der standardisierten Kata-Abläufe und kann unter anderem schon aus dem Verändern des Abstands zum Partner bestehen. Im Kata-Bunkai unterscheiden wir zwei Stufen des Lernens. Es handelt sich dabei um omote und 奥伝okuden. »Omote« meint das Augenscheinliche, das sich uns auf den ersten Blick erschließt, während wir in den Kampfkünsten mit »Okuden« die Einweihung in die tiefere Bedeutung der Techniken verstehen. Wie alle Teilnehmer feststellen konnten, braucht es sehr lange, bis wir in alle Geheimnisse einer Kata vorgedrungen sind! Es war ein toller Lehrgang und wir freuen uns schon sehr auf ein Wiedersehen beim Jubiläumslehrgang 30 Jahre Karate-Verein »Traditionell« am 24.05.2025 in Donaueschingen. 押忍 OSS! (◠‿◠)



22.03.2025  •  DJKB - Dôjôleiter-Tag 2025

Am Samstag, den 22.03.2025 trafen sich 120 Dôjôleiter unseres Verbandes beim Dôjôleiter-Tag 2025 in Bonn zum gemeinsamen Training und mehreren Workshops. Am Abend kamen wir zu einem Plenum zusammen, bei dem verschiedene Themen erörtert wurden. Den geselligen Abschluss bildete ein Bankett mit einem ganz hervorragenden Abendessen in einer grandiosen Kulisse!

Karate Renchen, Dôjôleiter-Tag 2025, Karate-Dôjô Ochi Bonn

Das Karate-Dôjô »Ochi« Bonn unter der Leitung von Nina und Moritz Kachel hatte den Rittersaal der »Godesburg« in Bonn-Bad Godesberg für dieses Event gebucht. Nina und Moritz haben gemeinsam mit ihrem Helferteam den Teilnehmern einen herzlichen Empfang bereitet und alles bestens organisiert! Unser DJKB-Nationalcoach Thomas Schulze-Sensei (7. Dan) gab ein tolles und schweißtreibendes Training mit dem Schwerpunkt »Kumite«. Den Abschluss bildeten 500 (!) Tsuki. Die körperlichen Herausforderungen auf diesen Lehrgängen sind selbst für langjährig Übende recht groß. Stets unser Bestes zu geben, gehört zu den Maximen der Kampfkunst. Unser Körper sagt uns bereits am Folgetag, ob wir gut mitgemacht haben. Und auch wir konnten am Sonntag feststellen, dass wir beim Training ordentlich Gas geben haben! 押忍 OSS!



11.01.2025  •  Lehrgang mit Hideo Ochi-Sensei & Thomas Schulze-Sensei in Tamm

Am Samstag, den 11.01.2025 fand im Landkreis Ludwigsburg der 26. Tammer Lehrgang mit unserem DJKB-Chiefinstructor Hideo Ochi-Sensei (9. Dan) statt. Shihan Ochi wurde auch in Tamm von unserem DJKB-Nationalcoach Thomas Schulze-Sensei (7. Dan) unterstützt. Schon durch die enorm hohe Teilnehmerzahl war dieser Lehrgang gleich zu Beginn des neuen Karate-Jahres ein »Highlight«. Dôjô-Leiter Jürgen »Jogi« Breitinger-Sensei (6. Dan) und seine Helfermannschaft sind diesen Ansturm schon seit vielen Jahren gewohnt und hatten im Umgang mit der großen Teilnehmerschar alles bestens im Griff! (◠‿◠)

 

Lehrgang war ein großes Karate-Freundschaftstreffen

Die Zusammenkunft in Tamm gleicht in jedem Jahr einem großen Karate-Freundschaftstreffen. So trafen wir zahlreiche Dôjô-Leiter und viele langjährige Karate-Wegbegleiter. Auch Julian-Sensei war mit mehreren Mitgliedern seines Shoshin-Dôjô aus Würzburg und Altenberg angereist. Nur eine Woche nach dem »Happy New Year Lehrgang« mit Julian-Sensei und Thomas-Sensei in Oberasbach war unser Wiedersehen in Tamm eine große Freude! Fast 300 Teilnehmer waren bei diesem Lehrgang dabei. Es ist einer der größten Eintageslehrgänge, die wir in den vergangenen Jahren regelmäßig besuchen. Solche hohen Teilnehmerzahlen verzeichnen sonst nur noch unsere DJKB-Großveranstaltungen »Kata-Spezial« und »Gasshuku«. Rund 120 Karateka konnten wir in der Unterstufe zählen und 180 Karate-Kämpfer kamen zum Oberstufentraining in der Sporthalle am Egelsee zusammen.

Karate Renchen, Hideo Ochi-Sensei, Thomas Schulze-Sensei, Lehrgang Tamm

Richtiges »Pushen« stand im Vordergrund

In der ersten Trainingseinheit legte Thomas-Sensei den Schwerpunkt auf den korrekten und effektiven Einsatz der Hüfte bei der Kombination »Kizami-Zuki/Gyaku-Zuki«, die wir im Trainingsverlauf zur Anwendung auf »Gedan-Barai/Gyaku-Zuki« modifizierten. Thomas-Sensei betonte die Wichtigkeit des »Pushens« und meinte damit, dass nicht die Endstellung in Zenkutsu-Dachi entscheidend ist, sondern der kraftvolle Weg dorthin. Diesen Gedanken sollten wir auch bei den Richtungswechseln in einer Kata berücksichtigen. In der Kihon-Sequenz starteten wir mit einer geraden Technikausführung, gefolgt von 45°- und 90°-Drehungen, bevor wir schließlich versucht haben bei der 180°-Drehung dieselbe Dynamik aufrechtzuerhalten. Thomas-Sensei erläuterte, dass die »geschlossene Kamae-Stellung« mit nach innen gerichteten Ellbogen der Schlüssel zu schnellen und effizienten Techniken im Kumite ist. Dabei ist es nicht zwingend erforderlich die Fäuste geschlossen zu halten. Doch die Ellbogen müssen unbedingt am Körper anliegen und die Arme beim Tsuki ohne Umweg nach vorne schnellen können. Das »Einrollen« von kleinem Finger und Ringfinger zur Kamae-Faust kann uns dabei helfen das Ellbogenanlegen zu verbessern. Zur Partnerübung kamen wir in Vierer-Teams zusammen. Wir durften zwischen der Kihon- und Kumite-Ausführung der Technikkombination wählen. Bei der Kumite-Variante galt es den richtigen Abstand zu finden. Die Distanz zum jeweiligen Trainingspartner musste entsprechend überwunden werden, um den Angriff mit einer korrekten und kraftvollen Technik abschließen zu können.

Ochi-Sensei übernahm die Trainingskommandos

Die zweite Trainingseinheit am Nachmittag startete für alle Teilnehmer mit einer großen Überraschung! Wahrscheinlich empfanden es nicht nur wir, sondern auch unsere langjährigen Wegbegleiter als »emotionalen Moment« als Ochi-Sensei das Kommando in der ersten Hälfte dieser Trainingseinheit übernahm. Als seine langjährigen Schüler kannten wir die Kihon-Kombinationen gut. Wir sind uns sicher, bei diesen Übungen einen ganz besonderen Kampfgeist gespürt haben, da es alle 180 Karateka Ochi-Sensei zu Ehren ganz besonders gut machen wollten! (◠‿◠)

»Erst zählen, dann die Technik ausführen«

Die Fortsetzung dieses Trainings übernahm wieder Thomas-Sensei und wir widmeten uns den Sentei-Kata. Den Anfang machten wir mit »Bassai-Dai« und versuchten den zuvor geübten Hüfteinsatz im Kata-Ablauf einzusetzen. Die Fortsetzung machten wir mit »Jion« und in der ersten Runde für »Tekki Shodan« benutzten wir nur die Arme, bevor wir anschließend auch die Beinarbeit integriert haben. Den Trainingsabschluss bildeten 500 Tsuki in der Kizami-Zuki/Gyaku-Zuki-Ausführung. Wir sind überzeugt davon, dass es für alle Karateka eine große Herausforderung war auch bei den letzten 50 Techniken noch volles »Kime« zu geben. Mit der Ansage »Erst zählen, dann die Technik ausführen!« betonte Thomas-Sensei abermals wie wichtig das richtige Zählen sei. Es war eigentlich eine recht einfache Aufgabe, bei der jedoch selbst unter Fortgeschrittenen noch so mancher ins Stolpern kam. Das merkten alle spätestens dann, wenn die Dynamik einer einheitlichen Technik regelrecht in sich zusammenfiel und der »Flow« aller Übenden dadurch unterbrochen wurde.

 

Wiedersehen beim Dôjô-Leiter-Tag

Es war ein toller Lehrgang in Tamm und eine schöne Zusammenkunft mit so vielen bekannten und befreundeten Karate-Wegbegleitern. Wir konnten wieder einige Impulse für das Training in unserem Dôjô mit nach Hause nehmen. Beim diesjährigen Dôjô-Leiter-Tag am Samstag, den 22.03.2025 in Bonn gibt es ein Wiedersehen mit Ochi-Sensei, Thomas-Sensei und unseren Karate-Freunden. Wir freuen uns darauf! 押忍 OSS! (◠‿◠)



04.01.2025  •  »Happy New Year«  •  Lehrgang mit Schulze-Sensei & Chees-Sensei

Einen wunderbaren Trainingsauftakt in das neue Karate-Jahr gab es am ersten Januar-Wochenende beim Lehrgang mit Thomas Schulze-Sensei (7. Dan) und Julian Chees-Sensei (6. Dan) in Oberasbach, rund 10 Kilometer westlich von Nürnberg. Unter dem Motto »Happy New Year« hatte das Karate-Dôjô »Shoshin Altenberg« unter der Leitung von Renate Doth-Sensei (5. Dan) zu diesem Lehrgang eingeladen. Über 200 Karateka waren der Einladung nach Franken gefolgt. Renate und ihr Organisationsteam hatten allen Teilnehmern abermals einen tollen und herzlichen Empfang bereitet.

 

Geselliger Auftakt beim italienischen Abendessen

Zur Einstimmung trafen wir uns bereits am Freitagabend im Ristorante »Kupferpfanne« in Oberasbach. Bei Pizza, Pasta und anderen Köstlichkeiten der italienischen Küche erhoben wir gleich mehrfach die Gläser, um mit einem herzhaften 押忍 OSS nicht nur auf das neue Jahr, sondern auch auf den Erfolg von Julian-Sensei bei der Karate-Weltmeisterschaft Ende Oktober in Japan anzustoßen. Bereits zum vierten Mal konnte er den Titel des Kata-Weltmeisters erringen. In seiner kleinen Ansprache bedankte sich Julian-Sensei unter anderem auch bei unserem DJKB-Nationalcoach Thomas-Sensei, der sich in Takasaki intensiv und liebevoll um ihn gekümmert hatte.

Karate Renchen, Thomas Schulze-Sensei, Julian Chees-Sensei, Shoshin Altenberg

Wertvolle Erkenntnisse bei der Kata-Ausführung

Das Hans-Reif-Sportzentrum war abermals der Ausrichtungsort des Lehrgangs. Schon in der Unterstufe herrschte großer Andrang. Wir zählten rund 90 Teilnehmer in der ersten Trainingseinheit, der wir uns angeschlossen hatten. Das Kata-Training von Julian-Sensei startete mit seinen Ausführungen und Übungen zur Aufmerksamkeits- und Bewusstscheinsschulung, die schon mit der inneren Haltung beginnt, mit der wir uns begegnen. Im weiteren Trainingsverlauf beschäftigten wir uns intensiv mit den beiden Kata »Heian Shodan« und »Heian Nidan«. Selbst nach vielen Jahren der Übung entdecken wir auch als Fortgeschrittene immer wieder neue und wertvolle Aspekte, die wir zur Verbesserung unserer Techniken bei der Ausführung einer Kata nutzen können.

 

Kräftige und effektive Kumite-Techniken

Im Anschluss folgte die Kumite-Einheit von Thomas-Sensei, zu der sich über 110 Karateka in der Halle einfanden. Der Trainingsschwerpunkt galt dem richtigen Einsatz unserer Hüftbewegungen. Thomas-Sensei betonte, dass das einzige Ziel dieser Übung die Ausführung »kräftiger und effektiver Techniken« sei. Zahlreiche Wiederholungen der Kizami- und Gyaku-Zuki-Kombination mit korrekter Ausdreh- und Eindrehbewegung der Hüfte standen im Fokus. Unsere Aufmerksamkeit galt insbesondere dem Vorschießen der Hüfte beim Gyaku-Zuki. In den nachfolgenden Übungen gab es verschiedene Kumite-Kombinationen mit Richtungswechseln und Drehbewegungen bei denen die Herausforderung das Aufrechterhalten der gleichbleibenden Dynamik in unseren Techniken war. Für alle Dan-Prüflinge und selbtverständlich zu unserer eigenen Übung durchliefen wir mehrmals die Kata »Bassai-Dai« und »Jion«. Mit einem kontrollierten und langsam ausgeführten »Randori« ging diese Trainingseinheit zu Ende.

Training der Kata »Sôchin«

Ein intensives Training unserer Beinmuskulatur gab es beim abschließenden Kata-Training von Julian-Sensei. Im Mittelpunkt stand die Kata »Sôchin«. Der Kata-Name bedeutet »Stärke und Ruhe«. Zuerst gab uns Julian-Sensei eine Einführung in die korrekte Grundstellung dieser Kata, den sogenannten Sôchin-Dachi. Wir standen zunächst in Zenkutsu-Dachi, nahmen das hintere Knie leicht nach außen, drehten die Hüfte dadurch in Hanmi-Dachi, konzentrierten uns auf die Muskelkontraktion der Oberschenkel nach innen und fertig war der optimierte Sôchin-Dachi. Die Kata Sôchin baut sich bis auf wenige Ausnahmen auf dieser Stellung auf. Die nächste Übungssequenz widmeten wir der seitenwechselnden Block- und Angriffstechnik kurz vor Ende der Kata. Eine besondere Herausforderung war anschließend der »Mikazuki-Geri« den wir aus der Drehbewegung in die offene Hand auf Jodan-Höhe ausgeführt haben. Selbst für fortgeschrittene Karateka ist das eine herausfordernde Gleichgewichtsübung. Wie die verschiedenen Techniken in der »Bunkai« genannten Anwendungsübung einer Kata korrekt eingesetzt werden, zeigte Julian-Sensei eindrucksvoll zum Abschluss dieser Trainingseinheit.

Kleine Feierrunde nach Trainingsende

Noch bevor die Kyû- und Dan-Prüfungen begannen, kamen alle Dôjô-Leiter in einem kleinen Nebenraum zu einer Feierrunde zusammen, in der wir gleich mehrfach nicht nur auf den gelungenen Lehrgang, sondern auch auf unsere Sensei, die Shoshin-Kinderhilfe und das Organisationsteam anstießen. Sehr zur Freude aller Teilnehmer dieser Runde erzählten Julian-Sensei und Thomas-Sensei augenzwinkernd einige Begebenheiten von der Weltmeisterschaft. Im Anschluss an die Prüfungen ging der Lehrgang mit Glückwünschen an die erfolgreichen Prüflinge und einer Sektrunde zum Anstoßen erst am frühen Abend offiziell zu Ende! (◠‿◠)

Karate Renchen, Thomas Schulze-Sensei, Julian Chees-Sensei, Shoshin Altenberg

Japanisches Buffet und fröhliche Stunden bei der Abschlussfeier

Zur Lehrgangsfeier trafen wir uns im Vereinsheim des Schützenvereins, das unmittelbar an das Japan-Restaurant »Hatoyama« in Zirndorf angrenzt. Wir durften uns auf ein sehr leckeres und reichhaltiges japanisches Buffet freuen! Begleitet von zahlreichen OSS-Rufen erhoben wir gleich mehrfach unsere Gläser und brachten damit unsere Vorfreude auf das neue Karate-Jahr und unsere geselligen Zusammenkünfte außerhalb des Dôjô zum Ausdruck!

 

Perfekte Lehrgangsorganisation

Renate-Sensei und ihr Helferteam hatten auch bei diesem Lehrgang wieder alles perfekt organisiert! Vom reibungslosen Ablauf der Trainingseinheiten, über die Ehrung der beiden Sensei und die umfangreiche Verpflegung aller Teilnehmer bis hin zur gelungenen Lehrgangsfeier war es ein wunderbares Miteinander der »helfenden Hände«. Durch das unermüdliche Engagement des gesamten Shoshin-Dôjô wurde dieser Lehrgangstag ein rundum gelungener und toller Auftakt in das neue Karate-Trainingsjahr! Unser herzlicher Dank an Julian-Sensei und Thomas-Sensei für dieses erste Lehrgangstraining im neuen Jahr. Wir möchten uns auch sehr bei Renate-Sensei und ihrem Dôjô für die Einladung zu diesem schönen Lehrgang und zu den Feierlichkeiten bedanken. Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen beim nächsten Lehrgang in Oberasbach und sind gerne wieder mit dabei! 押忍 OSS! (◠‿◠)