Lehrgänge 2026

Auf dieser Seite findest Du einen Rückblick auf unsere Lehrgangsteilnahmen im Jahr 2026. Die Anzahl der Elemente (Bilder, Texte, Abstände, etc.) auf den einzelnen Unterseiten ist begrenzt. Daher müssen wir die Seiten – je nach Inhalten und Umfang – im Jahresverlauf eventuell in weitere Unterseiten aufsplitten.


17.01.2026  •  Happy New Year · Lehrgang beim Shoshin Altenberg

Am zweiten Wochenende des neuen Jahres trafen sich alle Karate-Enthusiasten bereits zum zweiten Lehrgang! Schon zum 10. Mal lud das Karate-Dôjô Shoshin Altenberg unter der Leitung von Renate Doth-Sensei (5. Dan) zum »Happy New Year Lehrgang« mit Thomas Schulze-Sensei (7. Dan) und Julian Chees-Sensei (6. Dan) nach Oberasbach im Landkreis Fürth – unweit von Nürnberg. Es war ein herzliches Wiedersehen mit unseren beiden Sensei und der großen Shoshin-Familie. Zum Auftakt des Lehrgangswochenendes trafen wir uns am Freitagabend in der Pizzeria »Kupferpfanne«. Bei Pizza, Pasta und weiteren Köstlichkeiten der italienischen Küche sprachen wir über unsere Pläne für das Karate-Jahr 2026 und stießen mit zahlreichen OSS-Rufen auf das neue Jahr an. (◠‿◠)  

 

Karate Renchen, Thomas Schulze-Sensei, Julian Chees-Sensei, Shoshin Altenberg

Hans-Reif-Sportzentrum war Treffpunkt für 160 Karate-Sportler

Am Samstagmorgen strömten zahlreiche Teilnehmer in das Hans-Reif-Sportzentrum. Dieser Ausrichtungsort bot abermals allerbeste Voraussetzungen für die Ausrichtung des Lehrgangs. In der schönen Trainingshalle fühlten sich alle Karate-Kämpfer wohl, eine große Tribüne gab zahlreichen Zuschauern die Möglichkeit das Trainingsgeschehen zu beobachten und im Hallenvorraum wurden Sportler und Gäste von vielen fleißigen Helfern des Shoshin Altenberg wieder bestens versorgt. Kleine Speisen, eine große Auswahl an Getränken, Kaffee und leckere Kuchen ... niemand musste hungrig oder durstig bleiben. Rund 160 Karateka waren der Einladung zu diesem Lehrgang gefolgt. 60 kleine und große Karate-Kämpfer fanden sich zum Training der Unterstufe ein. Im Anschluss gab es einen »fliegenden Wechsel« mit 100 Karateka der Oberstufe.

Karate Renchen, Thomas Schulze-Sensei, Julian Chees-Sensei, Shoshin Altenberg

»Ansatzlose-Schlagen« mit »Touch-Feeling« beim Kumite-Training von Thomas-Sensei

Die erste Trainingseinheit der Oberstufe übernahm Thomas-Sensei. Der korrekte Hüfteinsatz in der Schlagkombination Kizami-Zuki/Gyaku-Zuki stand ein weiteres Mal im Vordergrund. Thomas-Sensei betonte, dass die Energie stets aus dem Körperzentrum kommt und nicht aus unseren Armen oder Beinen, die wir für die jeweiligen Techniken einsetzen. Wir übten abermals das »Ansatzlose-Schlagen«. Hiermit meint Thomas-Sensei, dass ein Angriff unmittelbar und gleichzeitig mit unserer Vorwärtsbewegung erfolgen muss. Nur dann ist gewährleistet, dass unsere Absichten nicht vorzeitig vom Gegner erkannt und gekontert werden. Beim Kumite-Training mit dem Partner achteten wir wieder auf das »Touch-Feeling«. Wie schon beim Lehrgang in Tamm übten wir gezielte Jodan-Angriffe, die wir mit maximalem »Kime« ausführten und aber stets darauf bedacht waren, die Technik rechtzeitig zu stoppen.

 

Kata-Highlight »Unsu« mit Julian-Sensei

Ein Kata-Highlight wartete in der Trainingseinheit von Julian-Sensei auf uns! Alle langjährigen Karateka wissen nicht nur um die körperlichen Herausforderungen der Kata »Unsu«. Es gibt auch zahlreiche technische Details, die geübt werden müssen. Wie immer startete Julian-Sensei schon beim Aufwärmtraining mit einzelnen Sequenzen aus der Kata. Wir bildeten sechs Trainingsreihen, teilten uns und standen uns anschließend in zwei Dreierreihen gegenüber. Julian-Sensei demonstrierte in der Mitte die Übungen. Bereits in der Eröffnungssequenz kam die Frage auf, ob die Finger bei den nach oben steigenden Handflächen gekrümmt werden. Es ist jedoch ein 底掌受け  ... Teishô-Uke, bei dem die Finger generell im ersten Glied eingerollt werden. Julian-Sensei erklärte, dass das die Ausführung nach JKA-Standard verlangt. Wir erinnerten uns daran, dass auch schon Seizo Izumiya-Sensei (7. Dan) beim Kata-Spezial 2014 in Neureut diese Handhaltung so demonstrierte. Es folgte eine intensive Übungssequenz mit 切り返し ... Kirikaeshi. Das ist der blitzschnelle Beinwechsel auf der Stelle, zu dem wir den sogenannten 諸手鶏頭受け ... Morote-Keitô-Uke, einen beidhändigen Hahnenkammblock ausführten. Man könnte diese Abwehrtechnik auch als das zentrale Element der Kata »Unsu« bezeichnen. Eine weitere intensive Übungssequenz widmete Julian-Sensei dem 回し受け ... Mawashi-Uke. Der kreisförmige Abwehrblock sieht zunächst recht einfach aus, benötigt zur korrekten Ausführung jedoch einen genau festgelegten Wechsel zwischen den beiden blockenden Händen. Das Fallenlassen zum Mawashi-Geri im Liegen verlangte uns allen zur späten Nachmittagsstunde schon einiges ab. Das wurde hinsichtlich Anstrengung nur noch vom 360-Grad-Sprung übertroffen. Es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht unter der Anleitung von Julian-Sensei in die zahlreichen Details und deren Bedeutung der Kata Unsu einzutauchen. (◠‿◠)  

Dan-Prüfungen im Anschluss an das Training

Es war schon früher Abend, als zahlreiche Karateka zu den Prüfungen zum 1. und 2. Dan antraten. Die harte Zeit der intensiven Vorbereitung hatte sich gelohnt und so konnten alle Shoshin-Prüflinge ihre neuen Schwarzgurte von Julian-Sensei in Empfang nehmen. Sie mussten dabei ein Spalier unter den tosenden Anfeuerungsrufen der Vereinskameraden durchlaufen. Bei der obligatorischen Sektrunde des Shoshin-Dôjô mit Oppmann-Sekt aus Würzburg erhoben wir die Pappbecher mit zahlreichen OSS-Rufen auf die erfolgreichen Prüflinge und anschließend auf die teilnehmenden Dôjô, die Julian-Sensei alle namentlich erwähnte!

 

Ausgelassene Stimmung bei der Lehrgangsfeier im NOVINA-Hotel

Am Abend trafen sich knapp 100 Teilnehmer im Festsaal des NOVINA-Hotels »Südwestpark« zur Lehrgangsfeier. Ein ausgezeichnetes kalt-warmes Buffet brachte die verbrauchten Energien durch den Lehrgangstag rasch zurück. Für den Flüssigkeitsausgleich war auch reichlich gesorgt. Gut gestärkt mit Essen und Trinken boten die Tanzfläche und DJ-Musik die Möglichkeit den schönen Lehrgangstag in ausgelassener Stimmung ausklingen zu lassen. Es war ein rundum gelungenes Lehrgangswochenende! Wir bedanken uns sehr bei Renate-Sensei und den Shoshin-Mitgliedern, die uns nicht nur stets herzlich zu den Lehrgängen in Oberasbach willkommen heißen, sondern uns auch bestens umsorgen. Wir freuen uns schon sehr auf weitere Lehrgänge mit Thomas-Sensei und Julian-Sensei sowie die nächste schöne Zusammenkunft mit der großen Shoshin-Familie! 押忍 OSS! (◠‿◠)  



10.01.2026  •  Lehrgang mit Thomas Schulze-Sensei (7. Dan) in Tamm

Am Samstag, den 10.01.2026 fand in Tamm der 27. Shihan Hideo Ochi Traditionslehrgang statt. Rund 270 Karateka machten sich trotz widriger Wetterbedingungen auf den Weg in den Landkreis Ludwigsburg. Der Lehrgang im Dôjô von Jürgen »Jogi« Breitinger-Sensei (6. Dan) in Tamm ist jedes Jahr der erste Treffpunkt für alle Karate-Begeisterten nach der Weihnachtsferienpause. Die Teilnehmer nahmen teilweise lange Anfahrtswege auf sich, um bei diesem Lehrgangsauftakt dabei zu sein. Der Traditionslehrgang ist nach wie vor einer der größten Eintageslehrgänge. Jogi und seine Helfermannschaft hatten organisatorisch abermals alles im Griff und für optimale Verpflegung der großen Teilnehmerschar gesorgt. Wir zählten rund 100 Teilnehmer in der Unterstufe und weitere 170 Karateka in der Oberstufe. Austragungsort war die Sporthalle am Egelsee.

  

Anpassungen an den JKA-Standard ist das Ziel

In der ersten Trainingseinheit der Oberstufe beschäftigten wir uns mit den Heian-Kata. Thomas-Sensei erklärte, dass wir uns auch in diesem Jahr darum bemühen wollen, die Ausführung aller Kata dem JKA-Standard anzupassen. Im Anschluss übten wir die Kata »Enpi«. Alle Änderungen in Bezug auf die JKA-Ausführungen haben gemein, dass bisher aufwendigere Bewegungen zu Gunsten der Geschwindigkeit vereinfacht werden. In der Enpi-Kata ist das beispielsweise der Verzicht auf den Greifblock »Tsukami-Uke« der zukünftig einer lediglichen Handöffnung nach dem Age-Zuki weicht. Anstelle der in vielen Kata bisher eingesetzten Mika-Zuki-Geri folgt nun teilweise nur noch ein schnelles Umsetzen oder ein Hochreißen des Beines, gefolgt von kraftvollem Absetzen. Auch die im Anschluss geübte Kata »Tekki-Shodan« erfährt einige Änderungen. Wir sollten insbesondere darauf achten, die Uchi-Uke-Bewegung von der Hüfte aus und somit nicht an der Schulter anzusetzen. Der Jodan-Armblock wir wird mit »Haiwan« ausgeführt, gefolgt von Ura-Ken und nicht Ura-Zuki. Wir hatten schon mehrmals darüber gesprochen, dass die Blickrichtung nach links und rechts vor dem Nami-Ashi jeweils ein eigenes Zählkommando bekommt. Alles-in-allem sind die Änderungen für Fortgeschrittene sicherlich relativ schnell umzusetzen. Es bedarf jedoch des intensiven Trainings, bis die neuen Bewegungsmuster im Unterbewusstsein verankert sind! 頑張ってね! ... ganbatte ne! … das ist der japanische Ausdruck mit dem wir uns gegenzeitig zurufen weiter dranzubleiben und fleißig zu üben! (◠‿◠)

Karate Renchen, Thomas Schulze-Sensei, Lehrgang Tamm

Starke Hüftrotation – Kraftvolle Technik!

Eine interessante Übungsabfolge lehrte uns Thomas-Sensei am Nachmittag in der zweiten Trainingseinheit. Als Einstieg verlagerten wir das Gewicht auf das hintere Bein mit einer seitenverkehrten Ausholbewegung, der ein kraftvolles Hervorschießen der Hikite-Hand zum Kizami-Zuki folgte. Im Anschluss standen wir 90 Grad gegen Shomen, brachten das linke Bein in einer Wegschiebbewegung in diese Richtung während wir das Gewicht auf dem hinteren rechten Bein behielten. Anschließend katapultierten wir die Hüfte mit Gyaku-Zuki nach vorne. Wichtig war, dass wir auf eine starke Hüftrotation achten sollten, was unseren Fauststößen eine sehr kraftvolle Wirkung verlieh. 

 

»Touch-Feeling« beim Kumite

Im Training mit unserem Partner galt es zunächst im Nachvornegehen auch unmittelbar und gleichzeitig einen Angriff zu platzieren. Thomas-Sensei nennt dieses Vorgehen »Ansatzloses Schlagen«. Es macht wenig Sinn uns dem Kumite-Partner ohne Technik nähern zu wollen, weil wir dadurch unsere Absichten verraten und der Gegner kontern kann, bevor wir unsere Technik anbringen. Thomas-Sensei war es wichtig, dass wir unsere Techniken mit »Touch-Feeling« ausführen. Er betonte, dass unser Karate von absoluter Präzision geprägt ist. Es muss unser Bestreben sein zielgerichtet, konsequent, aber auch kontrolliert zu schlagen. Das unterscheidet das Touch-Feeling vom unkontrollierten Durchschlagen.

Zahlreiche Erinnerungsfotos

In der Trainingspause wurden abermals viele Erinnerungsfotos gemacht. Das schnelle Zusammentrommeln der teilweise großen Dôjô-Gruppen, ein schnelles »Kamae« oder eine natürliche Shizentai-Haltung, ein Fotograf, der das Bildermachen übernimmt und etwas Geduld beim Anstehen … das sind die »Zutaten«, aus denen diese Aufnahmen gemacht werden. Unser herzlicher Dank geht an  Jens Unterweger vom Karate-Dôjô Ottmarsheim für die Zurverfügungstellung seiner Fotos. Auf seinem schönen Gruppenbild kommt die riesengroße Teilnehmerschar dieses Lehrgangs erst so richtig eindrucksvoll zur Geltung! Es war abermals ein toller Lehrgangstag in Tamm und ein freudiges Wiedersehen mit vielen langjährigen Wegbegleitern in unserer großen Karate-Familie. Wir freuen uns auf eine Fortsetzung beim nächsten Lehrgang! 押忍 OSS! (◠‿◠)